Geburt ist Abschied und Neubeginn.

Voraussetzungen für einen ungestörten Ablauf der Geburt sind Sicherheit und Geborgenheit. Wohingegen eine ungewohnte Umgebung, fremde Menschen, unangenehme Gerüche, Unsicherheit und Ängste die natürlichen Geburtsvorgänge hemmen. Nur, wenn sich die schwangere Frau sicher fühlt, produziert der Körper die für die Geburt notwendigen Hormone. Dafür möchten wir als Ihre Begleiterinnen bei der Geburt einen guten Rahmen schaffen.


Wir möchten Frauen und Paaren die Möglichkeit geben, in Würde zu gebären und ihr Kind in Ruhe begrüßen zu können. Die Kraft der Frauen und ihr Vertrauen in ihre Gebärfähigkeit zu unterstützen, ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Wir sehen darin das größte Potential. Während der Zeit der Schwangerschaft lernen Sie deshalb alle Hebammen des Teams kennen. Etwa Fünf Wochen vor dem errechneten Geburtstermin nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen der Geburtsbegleitung, zu Ihrer persönlichen Situation jetzt am Ende der Schwangerschaft und zu Ihren individuellen Fragen und Wünschen zur Begleitung Ihrer Geburt.

Ab der 37+0 Schwangerschaftswoche darf das Baby, wenn sowohl Mutter als auch das Kind gesund sind und eine komplikationslos Schwangerschaft vorliegt, zuhause das Licht der Welt erblicken. Manchmal kommt der Wunsch, das Kind im eigenen Zuhause zu empfangen, erst im Laufe der Schwangerschaft auf - sprecht uns gerne dazu an.

Vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin (36+0 SSW) beginnt dann die Rufbereitschaft. Sie erhalten eine gesonderte Telefonnummer, auf der Sie eine Hebamme Tag und Nacht erreichen können, wenn sich Ihr Kind auf den Weg macht. Die diensthabende Hebamme kommt dann zu Ihnen nach Hause und verschafft sich einen Eindruck über die Situation, gibt bei Bedarf Hilfestellungen und hört immer wieder nach den Herztönen des Kindes. Sie entscheiden selbst, was Ihnen gut tut und wir unterstützen Sie dabei, den eigenen Rhythmus und Atem im Umgang mit den Wehen zu finden. Die Unterstützung durch Ihren Partner, Ihre Partnerin oder Begleitperson, Bewegung und aufrechte Positionen wirken sich positiv auf den Geburtsverlauf aus. Wir greifen zudem, wenn nötig und gewünscht, auf Phytotherapie, Homöopathie, Aromatherapie und Massagen zurück. Auch Wassergeburten sind zuhause möglich. Entweder in der Badewanne oder in einem Geburtspool.

Das Besondere an der von uns angebotenen 1:1-Betreuung ist, dass Sie - wenn gewünscht - nie alleine sind. Das häusliche Umfeld bietet aber gleichzeitig die Möglichkeit, sich in Ihrem bekannten und vertrauten Umfeld zurückziehen können. Dabei werden Sie von uns Hebammen respektvoll und geduldig begleitet. Bei Hausgeburten wird immer eine zweite Hebamme aus dem Team hinzugezogen.

Sollten in der Schwangerschaft oder während der Geburt Gründe auftreten, die eine Hausgeburt ausschließen und eine Krankenhausgeburt notwendig machen, können wir Sie als Beleghebammen im Kreißsaal in einer 1:1-Betreuung weiterbetreuen. Wir kooperieren mit dem Kreißsaal des Heilig-Geist-Krankenhauses in Longerich und freuen uns sehr, mit dem einzigen Krankenhaus in Köln zusammen zu arbeiten, das sowohl einen "hebammengeleiteten Kreißsaal" anbietet als auch als "babyfreundlich" zertifiziert ist - und ein so tolles und engagiertes Team wie das Hebammen- und Ärzt*innenteam des HGK hinter uns stehen zu haben.

Neben den alternativen Behandlungsmethoden stehen dort auch schulmedizinische Behandlungsmethoden wie z.B. die PDA zur Verfügung. Nur in Absprache mit Ihnen und bei absoluter medizinischer Notwendigkeit werden geburtsbeschleunigende Eingriffe durchgeführt.

Fast alle Kinder, die mit uns geboren werden, kommen entweder im Wasser oder in aufrechten Gebärpositionen wie dem Vierfüßlerstand, auf dem Geburtshocker, in der tiefen Hocke oder einfach im Stehen auf die Welt. Sollte es notwendig werden, so setzen wir auch Medikamente der Schulmedizin ein oder führen einen Dammschnitt durch. Dieser ist allerdings nur dann angezeigt, wenn die Geburt am Schluss für das Kind zu anstrengend wird. Dies ist äußerst selten und erfolgt nur nach Ihrem ausdrücklichen Einverständnis.

Als Hebammen sind wir Fachfrauen für die physiologische Geburt und können Notfallsituationen erkennen und fachgerecht agieren. Für die zuhause tatsächlich extrem seltenen Notsituationen sind wir jederzeit bestens ausgestattet. (Zahlen und Fakten zu außerklinischen Geburten).

Nach der Geburt legen wir großen Wert darauf, dass Sie sich als Familie ungestört kennenlernen können. Wir fördern das frühe Bonding in engem Hautkontakt und das Stillen in der für uns wirklich heiligen Zeit des Familie-Werdens.

Wenn die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt, geboren wurde, ist die Geburt vollendet.

Erst nach der Phase des ersten Kennenlernens, in der Sie ausgiebig gekuschelt haben und das Baby an der Brust getrunken hat, findet die Kontrolle und Versorgung von eventuellen Geburtsverletzungen statt. Anschließend steht noch die U1 an, die erste Untersuchung Ihres Kindes, die wir als Hebammen durchführen. Wir machen alle notwendigen Untersuchungen sowie Prophylaxen bei Ihnen und Ihrem Kind und dokumentieren diese im U-Heft des Kindes und in Ihrem Mutterpass.

 

 

 

Kommt das Baby zuhause zur Welt, bleibt die Hebamme in etwa noch 3 Stunden nach der Geburt bei Ihnen und kommt je nach Tageszeit am gleichen Tag oder am nächsten Morgen zum nächsten Hausbesuch im Wochenbett.

Im Falle einer Verlegung ins Krankenhaus, ist manchmal ein stationärer Aufenthalt nach der Geburt ratsam oder auch von Ihnen gewünscht. Meistens ist eine ambulante Geburt möglich und Sie können ein paar Stunden nach der Geburt direkt wieder gemeinsam mit Ihrem Baby nach Hause.

Fotos von Anette Heidkamp-

www.doula-koeln-porz.de